Aktuell ist die Private Krankenversicherung in aller Munde.
Viele Menschen sind nicht mehr zufrieden mit dem Angebot Ihrer
Gesetzlichen Kasse und denken über einen Wechsel nach. Aber
für wen kommt die überhaupt in Frage? Nicht für jeden.
Vor allem Freiberufler und Selbständige können problemlos
zur Privaten Versicherung greifen.
Für Beamte, Soldaten und einige weitere Berufsgruppen
gelten Sonderregelungen. Auch sie versichern sich privat.
Angestellte und Arbeiter haben es schwerer: Sie müssen
seit drei Jahren mindestens 4350 Euro im Monat verdienen. Auch
Kinder von privat Versicherten können aufgenommen werden; sie
werden dabei aber nicht, wie bei der Gesetzlichen Versicherung,
ohne Aufpreis mitgeschützt.
Die Entscheidung zur Privaten Kasse darf aber nicht einfach
bei den vielen offensichtlichen Vorteilen aufhören. Besonders,
wer heute jung, gesund und allein stehend ist, für den mag
das Angebot der Privaten sehr verlockend erscheinen, die angebotenen
Tarife bemerkenswert günstig. Aber man muss sich auch über
die Beitragsentwicklungen informieren, die noch anstehen.
Zwar gibt es viele Wege, die Beiträge relativ niedrig zu halten,
diese gehen aber mit höheren Kosten von Anfang an einher. Nicht
nur das eigene Alter und die Gesundheit, auch Lebensentscheidungen,
von der Familienplanung bis hin zu längeren Auslandsaufenthalten
können eine Rolle spielen. Wie sicher ist zudem der freie Job
oder das hohe Monatseinkommen? Das alles sind wichtige Fragen,
die kaum sicher geklärt, aber doch gründlich abgewogen werden
müssen. Schließlich kann man die Private Kasse nur in wenigen
Fällen verlassen:
Die einfache Kündigung bei der Privaten Kasse ist grundsätzlich
kein Problem und unter verschiedenen Bedingungen möglich: Fristgerecht
drei Monate vor Ende des Versicherungsjahres, sowie nach Preiserhöhungen
kann in jedem Fall gekündigt werden.
Nicht so einfach möglich ist aber der Wechsel zurück von der
Privaten in die gesetzliche Kasse! Gefährlich werden können
Soziale Notsituationen, wie etwa die plötzliche Arbeitslosigkeit
oder drastische Absenkungen des Einkommens. So kann es passieren,
dass man sich die private Versicherung eigentlich nicht mehr
leisten kann, sie aber trotzdem nicht verlassen darf.
Voraussetzungen für den Wechsel zurück:
- Versicherungspflicht (keine selbständige Tätigkeit mehr)
- Alter unter 55
- Einkommen unter Versicherungsplichtgrenze (s.o)
Um den negativen Effekt abzufedern, wenn man als Versicherter
den Beitrag nicht mehr leisten kann, sind die Privaten allerdings
jetzt zum Angebot eines Basistarifes verpflichtet, der
mit den Gesetzlichen Tarifen vergleichbar sein soll. Inwieweit
das wirklich so ist, bleibt umstritten. Viele private Kassen
erstatten unterschiedliche Leistungen im Basistarif. Also sollte
man sich unbedingt auch über diese Leistungen informieren.
Nur so kann man sicherstellen, im Zweifelsfall nicht mit einer
Grundsicherung dazustehen, die sogar schlechter als die der
gesetzlichen Kassen ist!
Trotzdem: Für viele Menschen lohnt sich die Privatversicherung
und immer noch zögern viele, für die sich der Wechsel deutlich
lohnen würde. Wer sich privat versichern will, kann von der
privaten Kasse ganz einfach ein Angebot anfordern. Das richtet
sich nach einer Vielzahl von Faktoren; direkte Preisauskünfte
sind in der Regel nicht möglich. Das besondere an der Privaten
ist schließlich die Möglichkeit maßgeschneiderter Leistungen.
Was bei einer Kasse auf jeden Fall geboten wird, was dagegen
optional und zu welchen Kosten, ist stark verschieden. Da ist
es wichtig, sich einen guten Marktüberblick zu holen und Leistungen,
Preise und Perspektiven genau gegeneinander abzuwägen. Ein
guter Weg zum schnellen Überblick liegt übrigens direkt vor
Ihnen: Füllen Sie das unten stehende Formular aus, um sich
ganz unverbindlich einen Eindruck zu verschaffen!